Charakterchöpf - Die Vielfältigkeit der Schweiz (Januar 2018)


Charakterchöpf - Die Vielfältigkeit der Schweiz (Januar 2018)

Naëmi Rickenmann

Der StrategieDialog21 liebt die Vielfältigkeit der Schweiz und sieht in der Diversität das Potential und die Kraft für Innovation. Menschen gestalten mit ihren unterschiedlichen Ideen die Schweiz von morgen. Und die Schweiz ist voller solcher Charakterchöpf. Ein Charakterchopf ist jeder auf seine eigene Art und Weise. Es sind Leute wie Sie und ich. 

Der StrategieDialog21 gibt einmal pro Monat solchen Menschen eine Plattform. Denn jeder kann mit seiner Geschichte inspirieren und berühren.

Die Charakterchöpf vom Januar 2018 teilen mit uns ihre Gedanken zum Thema "Let's get ready für 2018 - Worauf sollen wir als Gesellschaft 2018 mehr Wert legen?"

Auf Twitter und Facebook kann jetzt für den Charakterchopf des Monats abgestimmt werden:

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Der Erfolg der Schweiz, und dies besonders in den letzten hundert Jahren, beruht auf ihrem politischen System einerseits und auf unseren Tugenden anderseits; beides gehört zusammen und beeinflusst sich gegenseitig.

Unser politisches System überlässt im Grundsatz viele Aufgaben und Problemlösungen dem einzelnen und seinem verantwortungsvollen Handeln, überlässt Aufgaben Gemeinden, Kantonen und Regionen, die ihrer Bevölkerung angepasste Lösungen bieten können und nur das zentral regelt, das sinnvollerweise dort geregelt werden sollte.

Unsere Tugenden sind Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit, womit wir in idealer Weise die uns kennzeichnende Freiheitsliebe und Lust zum freien Handeln zum Wohle von uns selbst wie der Gemeinschaft ergänzen.

Unsere Gesellschaft sollte sich dessen wieder mehr bewusst werden und nicht alles und jedes dem Staat zur Regelung überlassen oder sogar aktiv übertragen. Nehmen wir doch möglichst viel Handlungsfreiheit für uns in Anspruch bei gleichzeitiger Bereitschaft Verantwortung zu tragen. Freiheit gepaart mit Verantwortung werden die notwendige Anpassung an die sich rasch verändernde Welt erst möglich machen und nicht zur Erstarrung neigende staatliche Regulierung und Einschränkungen der individuellen Freiheit.

Georges Bindschedler, Unternehmer & Investor

 

 

Mut, Neugier und Aufmerksamkeit. Darauf sollten wir 2018 mehr Wert legen.

Warum? Neugierde und Mut beflügeln, die Aufmerksamkeit sorgt dafür, dass wir wahrnehmen, was um uns herum passiert. Ich persönlich möchte daher mit aufmerksamen, neugierigen und mutigen Menschen leben, die sich getrauen etwas zu versuchen, zu verändern und zu gestalten. An meiner Pinnwand hängt eine Karte mit dem Spruch: „If your dreams don’t scare you, they aren’t big enough“. Ich weiss nicht, von wem dieser Ausdruck stammt aber er spricht mich an und ich halte ihn mir selbst immer wieder vor. Kurz gefolgt von: Vergiss hätte, könnte, würde, sollte und machs! Was das bei mir selbst auslöst? Angst, Zweifel, viele Gründe warum etwas nicht möglich oder sinnvoll ist, Hoffnung, Vorfreude, Kreativität, Energie und immer wieder kommt die Angst zurück. Angst vor dem Versagen, vor den Reaktionen, vor der Welt und was auf unserem Globus gerade alles passiert. Ich habe mich entschieden, nicht die Angst bestimmen zu lassen sondern in meinem Wirkungskreis die Chancen zu sehen, sie zu packen und etwas daraus zu machen. Manchmal klappt es, manchmal nicht, aber ohne es zu versuchen, werden wir es nie wissen.

Daher mein Wunsch: Lasst uns neugierig und mutig sein, vorwärts denken und machen! Jeder für sich, als Teil unserer Gesellschaft, in seinem Umfeld und nach seinen Möglichkeiten – für sich selbst und die Gesellschaft.

Rahel Hildebrand, Berufsbildnerin & Betriebsökonomin

 

 

Gleichberechtigung. Ein Begriff der momentan allgegenwärtig ist. Es ist eine Ideologie, welche mich täglich sehr beschäftigt. Events wie der Women’s March, der Hashtag Metoo und die Time’s up Stiftung lassen mich sehr emotional werden, aber dennoch auch: unglaublich stolz, eine Frau im 21. Jahrhundert zu sein!

Im Jahr 2017 sahen wir, wie Frauen weltweit ihre Stimme fanden und sie nutzten, um für Gleichberechtigung zu kämpfen. Neben ihnen sind auch all die Männer nicht wegzudenken welche die Bewegung auch voller Elan unterstützten. Endlich wurden Themen angesprochen, welche mir schon lange auf dem Herzen liegen und es wurde dafür gekämpft, diese zur Diskussion zu bringen.

Jedoch sind wir, meiner Meinung nach, in der Gleichberechtigung noch immer nicht weit genug vorangeschritten. Es ist in der Schweiz nach wie vor so, dass Männer in Kaderposition stärker vertreten sind und dass sie grösstenteils auch höhere Löhne bekommen als Frauen. Ich will, nein, ich muss wissen, dass ich in meiner Zukunft nicht aufgrund meines Geschlechts schlechter bezahlt werde als mein Kollege, der genau denselben Job ausübt.

Ich will, dass meine Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen in der es Kategorisierungen nach Geschlecht nicht mehr gibt. Darum ist mein Wunsch für die Schweiz im 2018, dass wir als Gesellschaft die Gleichberechtigung von einer Ideologie in eine Norm wandeln.

Nikola Knöpfel, Modeberaterin & Studentin

 

 

 

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