Charakterchöpf - Die Vielfältigkeit der Schweiz (April 2018)


Charakterchöpf - Die Vielfältigkeit der Schweiz (April 2018)

Naëmi Rickenmann

Die Schweiz ist voller Geschichten, Ideen und Inspirationen: Voller Charakterchöpf. Ein Charakterchopf ist jeder auf seine eigene Art und Weise. Es sind Leute wie Sie und ich. Jeder bringt seine Geschichte und seine Ideen mit, die inspirieren und berühren können. Was bewegt unsere Gesellschaft? Was wünschen wir uns? Worin sind wir besonders gut und was können wir noch besser machen? Charakterchöpf lassen uns an ihren Gedanken teilhaben und geben wertvolle Impulse. 

Im April 2018 teilen uns drei Charakterchöpf offen und ehrlich ihre Gedanken zum Thema «Was gefällt Ihnen besonders gut in der Schweiz? Und was kann die Schweiz von anderen Ländern lernen?» mit.

Die Beiträge sind von den Autoren selbst geschrieben, damit ihre Meinung unverfälscht und authentisch präsentiert wird.

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«In der Schweiz gefällt mir die Natur. Im Winter der Schnee in den Bergen, im Sommer die Seen. Ganz besonders der Zürichsee oder einer der kristallklaren Bergseen. Die frische Luft, der Geruch von frisch gemähtem Gras und das Geräusch von Kuhglocken. Die Möglichkeit von Skifahren, Schwimmen, Wandern, Velofahren, das alles vor der Haustür. Die kurzen Distanzen, um sich in kürzester Zeit in einer anderen Welt zu bewegen. Das Traditions-und Qualitätsbewusstsein der Schweizer ist einzigartig. Von Handwerk, über Design bis hin zu den Nahrungsmitteln: Qualitätsstreben ist allgegenwärtig und definieren den hohen Lebensstandard. Dies erinnert mich an die Japaner. Ein weiteres Volk, dass nach Perfektion strebt.   

Was die Schweiz von anderen Ländern lernen kann ist die Schnelligkeit. Seit ich in China lebe, fällt mir dies besonders auf. Das rasante Umsetzten von Projekten. Der Ausbau der Infrastruktur. Und überhaupt der stetige Wandel, das konstante sich neu erfinden. Voraussetzung dazu ist die Unvoreingenommenheit und das offen sein für neues gepaart mit einem unbändigen Hunger Nummer Eins zu sein. Die Kommunikation via WeChat, des schnelle bezahlen mit WeChatPay. Einkaufen, im Mini-Shop um die Ecke, Museumseintritte, Taxi, Restaurants, und bald auch Metro-Tickets.  Alles bezahlbar und machbar mit dem Handy. China entgegnet der Zukunft nicht nur offen, China will die Zukunft gestalten. Davon könnte die Schweiz sich eine Scheibe abschneiden.» 

Simone Wagner-Fennel, Art Director & Töpferin

 

 

 

«Ich freue mich jedes Mal wieder, wenn ich in Zürich lande. Wo sonst hat man so einen Lebensstandard? Man kann sich gesund ernähren, überall joggen, man geniesst fast gratis eine erstklassige Bildung und hat eine gute Zukunft vor sich. Zudem schätze ich Institutionen wie der Sozialhilfe und Stipendien. In der Schweiz kann niemand sagen, er hätte keine Chance gehabt, etwas aus sich zu machen.

Aber die Schweizer könnten lockerer sein. Hier unterscheide ich mich mit meinem Migrationshintergrund sehr. In den Zügen ist es zu leise und den Leuten ist es leicht unangenehm, wenn eine fremde Person sie anspricht. Ein zweiter Punkt, bei dem man lockerer sein kann sind Regeln, welche als gottgegeben gesehen werden. Man kann auch mal einen Studenten ins Gym reinlassen, wenn er oder sie seine Legi vergessen hat. Bitte nicht so binär denken ;).» 

Ukë Smajli, Wirtschaftsstudent & Schweizer Meister im Boxen

 

 

 

«An der Schweiz gefallen mir zwei Dinge ganz besonders gut: Die Präzision und die Sauberkeit. Schweizer Präzision funktioniert in fairer Weise für alle zusammen. Und eine Sauberkeit wie hier bei uns findet man sonst nirgends auf der Welt. Die Strassen haben keine Schlaglöcher und man kann darauf zählen, dass das Tram immer kommt. Trotzdem kann sich die Schweiz auch von Ausland etwas abschauen. Ich stamme aus Bosnien. Da sind die Leute offen und entspannt – vielleicht ist nicht alles so perfekt aber sie sind trotzdem glücklich. Davon könnte sich der oft viel zu verkrampfte Schweizer eine Scheibe abschneiden und offener gegenüber Fremdem und auch Fremden werden.» 

Dejan Stefanovic, Key Account Manager EKZ

 

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