Wahlen 2015: So hat sich die Popularität der Parteien von Juni bis September verändert


Wahlen 2015: So hat sich die Popularität der Parteien von Juni bis September verändert

Nathaly Bachmann

Wir analysieren und kommentieren den Wahlkampf mit Infografiken und einem wöchentlichen Volume Meter . Dabei gehen wir genauso datenbasiert vor wie die «Election Hackdays», die kürzlich bei der NZZ und Le Temps stattgefunden haben. Die Teilnehmenden zeigten, wie Daten zu mehr Transparenz und Demokratie führen können.

Unsere aktuelle Infografik zeigt Trends von Juni bis September für die grössten Schweizer Parteien. Anhand der Prozentzahlen wird ersichtlich, wie die Wähleranteile gemäss SRG-Wahlbarometer, die Anteile am Social Media Buzz sowie die Suchanfragen auf Google in diesen Monaten zu- oder abgenommen haben. Die Grafik kann durch Anklicken vergrössert werden.

Der markante Plus-Trend der SVP im SRG-Wahlbarometer geht mit einem ebenso ausgeprägten Verlust im Social Media Buzz einher. Mit den Wähleranteilen eher zusammenzuhängen scheinen die Suchanfragen auf Google, bei denen die SVP ebenfalls am meisten zulegen konnte. Dabei erwies sich welcometosvp.ch als aktivierend.

Alle anderen Parteien haben von Juni bis September entweder Wähleranteile verloren oder sie weisen keine Veränderungen auf. Der Umstand, dass die SP und die Grünen in diesem Zeitraum ihre Anteile am Social Media Buzz vegrössern konnten, hatte keinen Effekt im SRG-Wahlbarometer. Offenbar beschränkte sich der Austausch im Social Web auf die eigenen Communities, deren Stimmen die beiden Parteien bereits auf sicher haben.

Bei den Suchanfragen auf Google konnten bis auf die SP alle Parteien zulegen. Der sozialdemokratische Wahlkampf generiert offensichtlich kein zusätzliches Interesse, das Leute zum Googeln animiert. In dieser Übersicht weisen die Grünliberalen und die BDP wie bereits beim Blick auf den Social Media Buzz einen Plus-Trend auf, während sie gleichzeitig Wähleranteile verloren haben. Dieses Ergebnis verdeutlicht, dass die Zusammenhänge zwischen Facebook, Twitter, Google und der Wahlentscheidung genauso aufschlussreich wie komplex sind.